Jikiden Reiki

Was ist Reiki?

Jikiden Reiki Claus Knapp

die Silbe „Rei“ beschreibt den  allumfassenden, grenzenlosen Aspekt dieser Energie, während die Silbe  „Ki“ für die persönliche Lebensenergie steht, für die Lebenskraft,  die individuell  jedem Lebewesen zur Verfügung steht, Menschen, Tieren und  auch Pflanzen.     Die Anspannungen und steigenden Anforderungen im Alltag lassen den Spiegel  dieser  individuellen Lebenskraft bei uns Menschen oft sehr stark  absinken. Erschöpfung, Kraft- und Mutlosigkeit machen sich breit.   Hier kann Reiki helfen, zu entspannen, loszulassen, den Energiespiegel wieder  aufzufüllen, die Selbsthei-lungskräfte anzuregen und das Immunsystem zu  stärken. Eine tiefe innere Ruhe und Zufriedenheit kann sich einstellen, die den  Lebensmut stärkt und die persönliche Entwicklung ganz individuell  fördert.

Die Besonderheiten des Jikiden Reiki

Jikiden bedeutet übersetzt  „Direkte Lehre“. In Japan, dem Ursprungsland des Reiki, wurde  das Reiki nicht mit anderen Techniken vermischt und hat dadurch seine  unverfälschte, konzentrierte, ursprüngliche und klare Ausrichtung und Kraft  bewahrt, die uns nun zur Verfügung steht. Ebenso werden in dieser Tradition die  unveränderten ursprünglichen Symbole des Reiki gelehrt, deren elementare Kraft  deutlich erfahrbar ist.

Entsprechung der Reiki-Grade im „Traditionell westlichen System“ und   im „Ursprünglichen Jikiden-Reiki“

Es ist schwierig die Entsprechung  zwischen den Graden genau zu bestimmen, aber Tadao Yamaguchi Sensei beschreibt es folgendermaßen: Shoden ist die erste Lerneinheit und Okuden ist die   weiterführende Lerneinheit der Reiki Ausbildung.
Zwei Drittel des Shoden-Kurses entsprechen   dem westlichen 1. Grad, das letzte Drittel des Shoden-Kurses sowie der  Okuden-Kurs entsprechen dem westlichen 2. Grad.  Dadurch bedingt sind auch die Preise für die Jikiden-Ausbildungen nicht unbedingt vergleichbar mit denen des   westlichen Usui Reiki .
Shihan-kaku ist der Assistenz-Lehrer, das entspricht  dem westlichen 3. Grad i. S. von 3a bzw. Meistergrad und Shihan ist der  Lehrergrad, das entspricht je nach Einteilung des westlichen Systems 3b oder 4.

Alle Reiki-Traditionen und -Richtungen haben gemeinsam ihren Ursprung   bei dem Gründer des Reiki-Systems Mikao Usui Sensei. Die Reiki-Energie – die   universelle Lebenskraft – fließt  in jeder Reiki-Tradition. Unterschiedlich sind   die Entwicklungen des Reiki, seine Handhabung, die begleitenden Rituale, die   hinzugefügt wurden  ebenso wie neue Philosophien. Nach meiner ganz persönlichen   Erfahrung sind die größten Unterschiede einmal die Fließkraft, ähnlich wie ein   Bach sanft dahin plätschern oder ein Wasserfall eine große Kraft entwickeln   kann. Der andere große Unterschied ist die Schlichtheit und Reduziertheit auf   das Wesentliche, auf den Kern der Sache, so wie auch in der japanischen   Lebensart und der japanischen Kunst.

Die Entdeckung des Reiki

Die Reiki-Geschichte, wie sie  der Familie Yamaguchi überliefert wurde und wie sie auf dem Gedenkstein an Usui  Senseis Grab,  auf einem buddhistischen Friedhof in Tokio,  zu lesen  ist. Der Japaner Mikao Usui, geb. 15. August 1865 in Taniai  Mura, dem heutigen Miyamacho, Yamagata-gun, Gifu, begründete 1922 die Reiki  Ryoho (Reiki Heilmethode).
Zu diesem Zeitpunkt war er bereits ein erfahrener und gebildeter Mann, mit  vielseitigen Fähigkeiten und großem Wissen, das er sich im Laufe seines Lebens  angeeignet hatte. Seine Interessen galten der Geschichte, der Medizin, dem  Buddhismus, dem Christentum, der Psychologie, Askese und Physiognomik, um nur  einige zu nennen. Auch hatte er im Verlauf seines Lebens viele unterschiedliche  Berufe ausgeübt, er war u.a. tätig als Beamter, kaufmännischer Angestellter,  Journalist und als Sekretär des Shinpei Goto (25.07.1875 – 13.04.1929), der ein  international geschätzter Politiker mit großartigen Zukunftsvisionen war.  Shinpei Goto war Post-, Verkehrs- und Außenminister und außerdem Bürgermeister  von Tokyo. Mikao Usuis Tätigkeit bei ihm ist sicher dafür verantwortlich, dass  er, wie auf seinem Gedenkstein beschrieben, „ins Ausland und nach China“ reiste.

Die Erfahrungen seines Lebens brachten Mikao Usui zu der Einsicht, dass das  höchste Ziel des Lebens An-Jin-Ryu-Mei sei, der Zustand des vollständigen  Geistesfriedens, den er dann auch anstrebte. Er widmete sich daher dem  Zen-Buddhismus um diesen höchsten Geisteszustand zu erreichen. Nach 3 Jahren  Askese war er jedoch verzweifelt, weil er seinem Ziel nicht näher gekommen war  und fragte seinen Zen-Meister um Rat, was er noch tun könnte. Die Antwort war:  „Vielleicht solltest Du den Tod erleben“. Wach und bewusst dem Tod  begegnen, ist im buddhistischen Kontext eine von verschiedenen Möglichkeiten,  die Erleuchtung zu erleben.

Mikao Usui war es sehr Ernst mit dem Wunsch nach An-Jin-Ryu-Mei und so ging er  im März 1922 auf den Kurama-Berg (ein Berg im Norden von Kyoto) und begann zu  fasten und sich auf den Tod vorzubereiten.
Eines Mitternachts nach seiner 3. Fastenwoche verspürte er plötzlich einen  kraftvollen Schlag in der Mitte seines Gehirns, als wäre er vom Blitz getroffen  worden und wurde ohnmächtig. Als er nach einigen Stunden wieder zu sich kam,  sah er die Sonne aufgehen und fühlte sich zu seiner Überraschung erfrischt, wie  er es nie zuvor gekannt hatte. Er fühlte sich voller Kraft und Energie und  begriff, dass er die Erleuchtung erlangt hatte.
Voller Freude eilte er den Berg hinunter. Dabei stolperte er und riss sich den  Zehennagel auf. Er legte seine Hand darauf und zu seiner Überraschung  verschwand der Schmerz, die Blutung stoppte und der Zeh heilte. Mikao Usui ging  zu seinem Zen-Meister und berichtete ihm was er erlebt hatte. Dieser  bestätigte ihm, dass er die Erleuchtung erreicht hatte. Er riet Mikao Usui  auch, die Heilkraft, die er erlangt hatte zum Wohl seiner Mitmenschen  einzusetzen.

Mikao Usui probierte diese Heilkraft zunächst in seiner Familie aus und  erzielte großartige Ergebnisse. Nachdem er diese Arbeit eine Weile ausprobiert  und weiterentwickelt hatte, wollte er diese segensreiche Energie mit anderen  teilen und die Fähigkeit diese Energie, die er „Reiki“  nannte, zu kanalisieren und anzuwenden, an andere Menschen  weitergeben. So entwickelte er die „Shin-Shin Kai-Zen Usui Reiki Ryo  Ho“ (Usui Behandlungsmethode zur Verbesserung von Körper und Geist).

Im Monat nach seiner Erleuchtung auf dem Berg Kurama zog Usui Sensei nach  Aoyama-Harajuku in Zentral-Tokyo und eröffnete die „Usui Reiki Ryoho  Gakkai“ (Studieninstitut für die Usui Reiki Heilmethode), deren  Vorsitzender und erster Präsident er war.
Diese Gakkai gibt es bis heute. Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die das  Reiki nur intern praktiziert und lehrt. Der jetzige Präsident ist Herr Masatake  Kondoh.         (Quellen: „Jikiden Reiki Traditionelles japanische Reiki“ von Tadao  Yamaguchi, ISBN 3-89385-502-5 und „Reiki ganz klar!“ von Frank Arjava  Petter, ISBN 3-89385-497-5).

Die Verbreitung des Reiki

Mikao Usui   Sensei bildete bis zu seinem Tod 1926 viele Schüler aus, sowohl im Shoden  und Okuden Grad (1. und 2. Reiki Grad), als auch Shihan Kakus  (Lehrerassistenten) und 20 Shihans (Lehrer mit Lehrerlaub-nis). Einer  seiner bedeutendsten Schüler und Shihan war der Militärarzt Chujiro Hayashi  Sensei, der mit der Erlaubnis von Usui Sensei schon bald seine eigene Reiki  Gesellschaft gründete. Von diesem lernte u. a. auch Hawayo Takata Sensei,  eine Japanerin, die auf Hawai lebte, das Reiki. Sie brachte es in den 70er  Jahren nach USA, von wo aus es auch nach Deutschland kam und sich mittlerweile  über alle Erdteile ausgebreitet hat. Diese Tradition wird heute der  Unterscheidung halber „westliches Reiki-System“ genannt.

Im März 1938 erhielt auch Chiyoko Yamaguchi Sensei im Alter von 17 Jahren  von Hayashi Sensei ihre erste Reiki-Einstimmung. Sie praktizierte seit dem  über 65 Jahre täglich Reiki bis zu ihrem Lebensende im Herbst 2003. Ihr Onkel,  Herr Wasaburo Sugano sorgte damals für sie und war der Meinung, dass es für  eine junge Frau keine bessere Mitgift gibt, als Reiki anwenden zu können. Er  war maßgeblich an der Verbreitung des Reiki in der Umgebung von Osaka und  Ishikawa beteiligt und hatte als Shihan von Hayashi Sensei, die Erlaubnis  selbst Lehrer auszubilden. Chiyoko Yamaguchi lernte als Shihan-Schülerin bei  ihrem Onkel Herrn Sugano wie man Reiju gibt und nahm später selbst als Shihan  an Reiki-Seminaren teil, bei denen sie die Ehre hatte, zusammen mit Hayashi  Senseis Frau Chie, die nach Hayashi Senseis Tod seine Nachfolgerin war, Reiju  geben zu dürfen.               (Quelle: „Jikiden Reiki Traditionelles japanische Reiki“ von  Tadao Yamaguchi, ISBN 3-89385-502-5)
In den 90er Jahren glaubte man, dass es in Japan  selbst keine traditionellen Reiki-Praktizierenden mehr gäbe. Frank Arjava  Petter, der zu dieser Zeit in Japan lebte, hatte als Erster  Reiki-Meisterausbildungen angeboten. Es gab damals nur vereinzelt  Reiki-Praktizierende des 1. oder 2. Grades nach dem „westlichen  Reiki-System“.
Frank Arjava Petter machte sich in diesen Jahren auf die Suche nach den Spuren  von Usui Sensei im Heimatland des Reiki. Seine Recherchen  haben maßgeblich dazu beigetragen, dass Stück für Stück die Tatsachen der  Reiki-Geschichte ans Licht kommen konnten. Nach meinem Empfinden, ist die  Realität um vieles spannender und interessanter, als die erzählten Legenden.   Was Arjava Sensei im Einzelnen herausgefunden hat, ist in seinen Büchern  nachzulesen („Das Reiki Feuer“, „Das Erbe des Dr. Usui“,  „Original Reiki Handbuch des Dr. Mikao Usui“, „Die  Reiki-Techniken des Dr. Hayashi“ und das „Reiki-Kompendium“).
Schließlich lernte er  Chiyoko Yamaguchi Sensei kennen und war von ihrer  Ausstrahlung und der Kraft dieses ursprünglichen Reiki, das sie seit über  60 Jahren praktizierte, begeistert.  So begann er bei ihr noch  einmal ganz von vorn die Ausbildung in dieser, seit Hayashi Senseis Zeiten unveränderten  Reiki-Linie.  Arjava Sensei  war der erste Shihan in Deutschland  und ihm ist es zu verdanken, dass das Jikiden-Reiki sich nun in Deutschland, in  Europa und der übrigen Welt verbreiten kann.

Jikiden-Reiki

Nach dem Tod von Chiyoko  Yamaguchi Sensei im Oktober 2003, entschloß sich ihr Sohn Tadao  Sensei diese ursprüngliche Reiki-Form, die sich in seiner Familie erhalten  hatte, fortzuführen und zu unterrichten. Dieses Reiki geht zurück auf die Art  und Weise, wie es in der Hayashi Reiki-Kenkyukai (Hayashi Reiki Gesellschaft) üblicherweise praktiziert und gelehrt wurde.  Die  Hayashi Reiki-Kenkyukai hörte auf zu existieren, als Chie Hayashi  Sensei  Mitte der 50er Jahre ihre Arbeit als Vorsitzende dieser Gesellschaft  aufgab und sich kein Nachfolger finden ließ.
Tadao Yamaguchi Sensei nennt seine Reiki Gesellschaft „Jikiden Reiki  Kenkyukai“. „Jikiden“ heißt „Direkte Lehre“ – aufgrund der direkten  Übertragungslinie von Hayashi  Sensei zur Familie Yamaguchi.

Zur Webseite Jikiden Reiki: >>http//www.jikiden-reiki.jp

Reiki Behandlungen

Durch die Reiki-Behandlung wird der Energiehaushalt  des Körpers gestärkt und die Selbstreinigungskräfte und die  Selbstheilungskräfte auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene werden angeregt.  Die Behandlungen finden in harmonischer Atmosphäre statt. Man ruht bekleidet  und zugedeckt auf einer Liege und kann bei sanfter Musik die entspannende,  heilsame und regenerierende Wirkung des Reiki genießen.

Im Juni 2008 wurde ich von Tadao Yamaguchi sensei zum Shihan  (Lehrer) ausgebildet und damit qualifiziert Shoden und Okuden Teil 1,2, 3, 4 und 5 zu unterrichten.

Jikiden Reiki Ausbildung

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